Charles Darwin |
Das seitliche Bild zeigt einen "Gott des Blitzes", einen der falschen Götter der Sumerer, die auftauchten, als der eine wahre Glaube korrumpiert wurde. |
Auch die Behauptungen, Menschen früherer Zeitalter hätten sogenannte primitive polytheistische Stammesreligionen praktiziert und die wahre Religion – die auf dem Glauben an den einen Gott basierende Religion, die seit Zeiten des Propheten Adams (a.s) der gesamten Menschheit offenbart wurde – sei erst später entstanden, entbehren jeder Grundlage. Manche Evolutionisten versuchen solche Behauptungen als historische Tatsachen darzustellen, doch damit liegen sie völlig falsch. Genauso wie Darwins Theorie der biologischen Evolution falsch ist, ist auch die Behauptung einer religiösen Evolution falsch, denn diese ist von der biologischen Evolutionstheorie inspiriert.
Dieser Irrtum legte sich über viele Bereiche, in der Ökonomie beispielsweise behauptete der Marxismus, sein eigener Fortschritt sei unausweichlich, und jeder würde daher später zum Kommunisten werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies nichts als ein Traum war und dass der Marxismus mit der Realität nichts zu tun hat.
Auf dem Gebiet der Psychologie behauptete Sigmund Freud, Menschen seien eine höher entwickelte Art, doch psychologisch seien ihre Handlungen noch immer von denselben Antrieben bestimmt, die schon den Handlungen ihrer primitiven Vorfahren zugrunde lagen. Dieser grundsätzliche Irrtum wurde durch die psychologische Forschung mittlerweile wissenschaftlich widerlegt, wodurch beweisen ist, dass die Grundannahmen der Freudianer keine wissenschaftliche Basis haben.
Auch die Soziologie, Anthropologie und Geschichtswissenschaften wurden von der Evolutionstheorie beeinflusst, doch die während des 20. Jahrhunderts gemachten Entdeckungen haben gezeigt, dass dieser Einfluss kontraproduktiv war.
Was alle Theorien über Evolution verbindet, ist ihre Ablehnung des Glaubens an Gott. Es ist die philosophische Basis der falschen Vorstellung von der Evolution der Religion. Den Behauptungen Herbert Spencers zufolge, eines führenden Vertreters dieses Irrwegs, hatten die frühen Menschen keine Religion. Die Religion begann angeblich mit der Totenverehrung. Andere Anthropologen, die von einer Evolution der Religion ausgehen, tischen andere Geschichten auf. Manche schreiben den Ursprung der Religion dem Animismus zu, also dem Glauben an die Beseeltheit der Natur; andere meinen sie entstand aus dem Totemglauben. Für den Anthropologen E. B. Taylor hat sich die Religion vom Animismus zum Manismus, dem Ahnenkult, entwickelt und von dort über den Polytheismus zum Monotheismus.
Diese Theorie aus dem 19. Jahrhundert wurde von anderen atheistischen Anthropologen übernommen und ist bis heute am Leben gehalten worden; Sie wird in verschiedenen Szenarien präsentiert. Doch auch sie ist nur eine weitere Täuschung. Wie archäologische und historische Beweise zeigen, gab es im Gegensatz zu den Vorschlägen dieser Wissenschaftler seit frühester Zeit eine monotheistische Religion, die Gott der Menschheit durch Seine Propheten offenbart hat. Doch es gab gleichzeitig auch immer Aberglauben neben der wahren Religion. Wie heute gab es Menschen, die an den einen und einzigen Gott glaubten und ihr Leben entsprechend der von Ihm offenbarten Religion ausrichteten, und es gab andere, die Götzen aus Holz oder Stein, Satan, ihre Vorfahren, Geister, Tiere, die Sonne, den Mond oder die Sterne anbeteten, und viele dieser Völker sind nicht rückständig, sondern leben in fortschrittlichen Verhältnissen.
Im Verlauf der Geschichte gab es auch Menschen, die den Gesetzen der wahren, von Gott offenbarten Religion nicht gehorcht haben und stattdessen versuchten, deren moralische Werte zu untergraben. Der Quran berichtet von Völkern, die Aberglauben und entsprechende Praktiken in die wahre Religion integrieren wollten, diese aber dadurch verfälschten und zerstörten:
Der falsche Gott Marduk aus dem Pantheon der Babylonier |
Zwischen 1900 und 1935 durchgeführte Forschungen zeigen, dass Behauptungen über eine Evolution der Religionen völlig falsch sind, was viele Anthropologen veranlasste, ihre Ideen von Religionsevolution fallen zu lassen. Doch trotz aller wissenschaftlichen und historischen Fakten gibt es immer noch radikale Atheisten, die dieses unhaltbare Szenarium verteidigen.
Zu den wichtigsten Informationen die die archäologische Forschung in dieser Gegend ans Tageslicht brachte, gehört das Wissen um den Glauben dieser Gesellschaften. Inschriften berichten über die Aktivitäten zahlloser falscher Götter. Je mehr Informationen gefunden wurden und je besser die Methoden wurden, mit deren Hilfe die Daten interpretiert wurden, desto mehr Details über den Glauben dieser Zivilisationen wurden sichtbar. Das Interessanteste ist, dass trotz aller falschen Götter, an die diese Völker glaubten, der Eingottglaube immer existierte. Historische Beweise zeigen, dass die wahre Religion immer existiert hat. Auf den folgenden Seiten werden wir die mesopotamischen, ägyptischen, indischen und europäischen Zivilisationen sowie die der Azteken, Inkas und Mayas untersuchen und beweisen, dass sie alle an einen einzigen Gott glaubten und dass sie von Warnern besucht wurden, die ihnen die wahre Religion verkündeten. Der erste Forscher, der entdeckte, dass der Polytheismus ursprünglich den Monotheismus enthalten hat, war Stephen Langdon von der Universität Oxford. 1931 informierte er die wissenschaftliche Welt über seine Funde und erklärte, sie seien völlig unerwartet und widersprächen vorherigen evolutionistischen Interpretationen: Langdon beschrieb seine Entdeckungen wie folgt:
...die Geschichte der Menschheit sei ein rapider Niedergang vom Monotheismus zu extremem Polytheismus und verbreitetem Glauben an böse Geister. 73
Fünf Jahre später schrieb er in The Scotsman:
Die Beweislage verweist unverkennbar auf einen ursprünglichen Monotheismus, die Inschriften und literarischen Überreste der ältesten semitischen Völker weisen ebenso auf Monotheismus hin, und der totemistische Ursprung der hebräischen und anderer semitischer Religionen ist nunmehr vollständig diskreditiert. 74
Der Pharao Echnaton glaubte an einen einzigen Gott und ließ alle Götzen zerstören. Er formulierte seinen Glauben in einer Hymne: Wie zahlreich sind Deine Taten, wenn auch den Blicken entzogen, o einziger Gott, neben Dem sich kein anderer befindet! Du hast die Erde gemacht, wie Du sie gewollt hast, Du allein, alle Menschen, Herden und Schwärme; Alles auf Erden das auf Beinen läuft, das hoch fliegt mit Flügeln… |
Anthropologische Forschungen haben ergeben, dass der polytheistische Glaube mit der Entstellung des monotheistischen Glaubens aufkam. Das ist der Beweis, dass es einen Prozess der religiösen Evolution nie gegeben hat, wie manche uns glauben machen wollen. |
Außer den greifbaren Ergebnissen haben unsere Ausgrabungen neue, überraschende Dinge gezeigt, die jeder, der die babylonischen Religionen erforscht, in Zukunft in Betracht ziehen muss.
Unseres Wissens haben wir zum ersten Mal vollständiges religiöses Material vor seinem sozialen Hintergrund erhalten. Wir besitzen zusammenhängende Beweise, die gleichermaßen von einem Tempel und den Behausungen der in diesem Tempel Betenden stammen. Daraus können wir Schlüsse ziehen, die das Studium der Einzelfunde so nicht möglich gemacht hätte.
Zum Beispiel haben wir entdeckt, dass die Darstellungen auf zylinderförmigen Siegeln, die normalerweise mit verschiedenen Göttern in Verbindung gebracht werden, alle in ein konsistentes Bild passen, in dem ein einziger Gott die zentrale Figur ist, die in diesem Tempel angebetet wurde. Demnach scheint es so zu sein, dass in dieser Frühphase dessen verschiedene Erscheinungsformen nicht als unterschiedliche Gottheiten des sumero-akkadischen Panteons angesehen wurden. 75
Frankforts Entdeckungen zeigen eindrucksvoll, wie ein abergläubisches, polytheistisches System entsteht. Die Theorie der Evolution der Religionen geht davon aus, dass der Polytheismus entstand, als die Menschen begannen, böse Geister anzubeten, die für sie die Kräfte der Natur repräsentierten. Doch dem war nicht so. Im Lauf der Zeit hatten die Menschen ein unterschiedliches Verständnis der verschiedenen Attribute des einen Gottes entwickelt, was zu Verzerrungen des Eingottglaubens führte. Die Attribute des einen Gottes wurden als verschiedene Gottheiten aufgefasst.
Lange bevor Langdon seine Übersetzungen der sumerischen Tafeln vorgenommen hatte machte der Wissenschaftler Friedrich Delitzsch ähnliche Entdeckungen. Er fand heraus, dass die vielen Gottheiten des Panteons der Babylonier alle aus den verschiedenen Eigenschaften des einen Gottes Marduk abgeleitet waren. Der daraus entstandene Vielgötterglaube war das Ergebnis des Verfalls des Glaubens an den einen Gott.
Dieser eine Gott, Maruk, hatte viele weitere Namen: "Ninib", Besitzer der Macht, "Nergal", Herr der Schlacht, "Bel", Besitzer der Herrschaft, "Nebo", Herr des Propheten, "Sin", Erleuchter der Nacht, "Shamash", Herr alles Gerechten und "Addu", Gott des Regens. Im Lauf der Zeit scheinen die Attribute Marduks sich verselbstständigt zu haben und wurden selbst zu Gottheiten. So entstanden auch falsche Gottheiten wie der "Sonnengott" und der "Mondgott" in der Vorstellungswelt der Menschen. Der Glaube an Marduk und seine Ausprägung anhand seiner anderen Namen, die zu falschen Göttern wurden, zeigt, dass dieses Glaubenssystem sich tatsächlich im Lauf der Zeit aus der Verzerrung des Glaubens an den einen Gott entwickelt hat.
Spuren solcher Entartung finden sich auch im alten Ägypten. Wissenschaftler haben entdeckt, dass die alten Ägypter anfangs Monotheisten waren, sich jedoch später von diesem System abwandten und zur Sonnenanbetung kamen. Le Page Renouf schreibt:
Es ist unbestreitbar wahr, dass die sublimeren Elemente der ägyptischen Religion nicht das vergleichsweise späte Ergebnis eines Entwicklungsprozesses der Entfernung von etwas Grösserem ist. Sie sind nachweisbar alt und das letzte Stadium der ägyptischen Religion, das den griechischen und römischen Autoren – ob Heiden oder Christen - bekannt war, war bei weitem das abstossendste und verdorbenste. 76
Der Anthropologe Sir Flinders Petrie sagt, abergläubischer, polytheistischer Glaube sei durch den Verfall des Glaubens an einen einzigen Gott entstanden und dieser Verfallsprozess sei an heutigen wie an vergangenen Gesellschaften sichtbar:
In alten Religionen und Theologien gibt es ganz verschiedene Klassen von Göttern. Manche Rassen, wie die modernen Hindus schwelgen in einer Überfülle von Gottheiten, die ständig grösser wird. Andere ... beten keine großen Götter an, sondern zu animistischen Geistern, Teufeln...
Wäre der Eingottglaube nur durch die Entwicklung aus solcher Geisteranbetung entstanden, so müssten wir eigentlich feststellen können, dass die Vielgötterei dem Glauben an den einen Gott vorausging... Was wir aber tatsächlich feststellen, ist das Gegenteil: Der Monotheismus ist das erste Stadium der Religion...
Wo immer wir den Polytheismus zu seinen frühen Stadien zurück verfolgen können, finden wir, dass er aus Kombinationen von Monotheismus resultiert... 77
Die abergläubische Religion der Hindu hat viele falsche Gottheiten. Doch die Forschung hat gezeigt, dass die Menschen in den frühen Tagen der indischen Kultur an einen einzigen Gott geglaubt haben. |
Im indischen Heidentum ist die Zahl der sogenannten Gottheiten schier endlos. Nach langer Forschungsarbeit kam Andrew Lang zu dem Schluss, die polytheistischen Religionen Indiens seien in einem ähnlichen Prozess wie im mittleren Osten entstanden.
Edward McCrady schreibt über indischen religiösen Glauben und hat beobachtet, dass die Gottheiten der Frühzeit den heiligen Schriften des Hinduismus zufolge als unterschiedliche Manifestationen eines einzigen göttlichen Wesens angesehen wurden. 78 In den vedischen Schriften finden wir Spuren der Zerstörung der monotheistischen Vorstellung eines einzigen Gottes. Ein anderer Wissenschaftler auf diesem Gebiet, Max Müller, stimmt darin überein, dass es am Anfang einen Eingottglauben gab:
Es gibt einen Monotheismus, der dem vedischen Polytheismus vorausging; und so wie der blaue Himmel manchmal durch vorüberziehende graue Wolken scheint, so blitzt auch die Erinnerung an den einen, unendlichen Gott zuweilen durch den Nebel der heidnischen Phraseologie. 79
Dies zeigt wieder deutlich, dass es keine Evolution der Religionen gab, sondern dass die Menschen der wahren Religion falsche Elemente hinzufügten oder bestimmte Gebote und Verbote vernachlässigten – wodurch es schliesslich zur Entartung des religiösen Glaubens kam.
… entwickelte sich dort eine grössere Zahl mehr oder weniger signifikanter Gestalten, die wir in griechischen religiösen Mythen finden. Meiner Auffassung nach beruht deren Vielzahl zum grossen Teil auf den verschiedenen Namen für ursprünglich ein und dieselbe Gottheit. 80
Die gleichen Spuren solcher Abänderungen kann man in Italien sehen. Die Archäologin Irene Rosenzweig schrieb nach der Untersuchung der iguvinischen Tafeln, die aus der Zeit der Etrusker stammen, "Gottheiten werden durch Adjektive unterschieden, die dann als unabhängige göttliche Mächte wieder auftauchen." 81
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle anthropologischen und archäologischen Entdeckungen des vergangenen Jahrhunderts darauf hinweisen, dass die Gesellschaften zunächst an einen einzigen Gott glaubten und diesen Glauben im Lauf der Zeit veränderten. Anfangs glaubten die Menschen an Gott, Der alles aus dem Nichts erschuf, Der alles sieht und alle Dinge kennt und Der der Herr aller Welten ist. Im Lauf der Zeit aber wurden die Namen unseres Herrn fälschlicherweise als getrennte Gottheiten angesehen, und die Menschen begannen, diese falschen Gottheiten anzubeten. Die wahre Religion ist die Verehrung des einen und einzigartigen Gottes. Polytheistische Religionen entwickelten sich aus dem Verfall des Glaubens an die wahre Religion, die unser Herr seit Zeiten des Propheten Adam (a.s) den Menschen offenbart hat.
In seinem Buch The Religion of Greece in Prehistoric Times, (Die Religion Griechenlands in prähistorischer Zeit) schreibt Axel W. Persson, ein Experte für alte griechische Religionen "… später entwickelte sich eine große Zahl mehr oder weniger bedeutender Figuren, auf die wir in den griechischen religiösen Mythen stoßen." |
Das ist Beweis genug, dass eine einzige, machtvolle Gottheit – Gott, der Herr der Welten – die religiöse Moral offenbart hat. Überall auf der Welt wurden den Völkern Religionen gelehrt, die von derselben erhabenen Quelle stammen und die die Existenz einer einzigen unvergleichlichen Gottheit enthüllen.
Unser Herr hat sich in jeder Periode der Geschichte offenbart, durch auserwählte Diener, die Er lobpries. Durch sie offenbarte Er die Religion, die Er für die Menschen bestimmte. Im Quran, der letzten und endgültigen Offenbarung des allmächtigen Gottes, verkündet Er: